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Ernährung

Matcha versus Kaffee: Wer ist der bessere Muntermacher?

Kaffee begleitet die meisten Menschen durch den Alltag, ob nur ein Tasse zum Frühstück oder um das Nachmittagstief zu überstehen. Manche brauchen auch mehrere Tassen der braunen Brühe, um durch den Arbeitsalltag zu kommen. Inzwischen bekommt der Kaffee jedoch eine grüne Konkurrenz – Matcha Grüntee. Matcha hat nicht nur mehr Koffein als die herkömmliche Tasse Kaffee, sondern bringt auch Vorteile für die Gesundheit. Der Matcha Grüntee ist verträglicher und das Koffein baut sich nicht so schnell ab. Klingt interessant? Wir erklären die wichtigsten Facts über das grüne Wundergetränk aus Japan.

Was ist Matcha?

Das grünschillernde Pulver hat seine Wurzeln in Japan und besteht aus feingemahlenen Grünteeblättern. Dieses Pulver wird mir heißem Wasser aufgegossen und mit einem feinen Besen glatt gerührt. In Japan gilt Matcha bereits seit vielen Jahrtausenden als gesundheitsfördernder Muntermacher und hat nun auf der ganzen Welt einen Boom. Großangelegte Studien zufolge hat es gesundheitsfördernde Inhaltsstoffe und soll sogar vor Krebs und Diabetes schützen und beim Abnehmen unterstützend wirken. Tatsächlich enthält Matcha den Inhaltsstoff Epigallocatechingallat, kurz EGCG. Die antioxidative Wirkung dieses Stoffes hemmt jene Enzyme, die potenzielle Tumore entstehen lassen können. Auch beim Abnehmen wirkt der Inhaltsstoff EGCG positiv, da dieser helfen kann den Blutzuckerspiegel bei Gerichten mit viel Kohlenhydraten zu halbieren. Allgemein regt das grüne Pulver die Verdauung und die enthaltenen Catechine, sekundäre Pflanzenstoffe, sollen zudem die Fettspeicherung in der Leber verringern sowie die Fettverbrennung anregen. Genug von Epigallocatechingallat und Catchine, wie schmeckt diese grüne Brühe überhaupt?!

Wie schmeckt Matcha?

Bei dieser Frage scheiden sich die Geister. Manche Menschen erinnert der Geschmack mehr an Gras und manchen schmeckt der süßlich-aromatische, ganz leicht bittere Geschmack sofort. Jedoch wissen viele nicht, dass der Geschmack oft abhängig ist von der Qualität des Grünteepulvers. Qualitativ hochwertige Sorten bringen einen süßliche, hocharomatische Note mit. Wohingegen billiger Matcha-Tee eine sehr bittere Note hat, die oft als unangenehm bewertet wird. In Supermärkten wird oft auch nur der typische „Koch-Matcha“ angeboten, der in Japan auch tatsächlich zum Kochen und Backen verwendet wird. Hochwertiger Matcha wird oft pur, in Form von Lattes oder als Smoothies getrunken. Kurz gesagt, macht es definitiv mehr Sinn in ein hochqualitatives Grünteepulver zu investieren, auch wenn dieser etwas teurer ist. In diversen Teegeschäften gibt es erstklassigen Matcha zu kaufen.

Matcha versus Kaffee

Matcha Latte um die Produktivität zu fördern

Koffeingehalt
Kaffee macht dich zwar schnell fit und munter, verabschiedet sich jedoch mit einem Müdigkeits-Tief. Das Koffein im Matcha wird im Vergleich erst im Darm freigesetzt. Das bedeutet, dass der Grüntee zwar etwas zeitverzögert wirkt, die Wirkung jedoch dafür auch viel länger anhält als Kaffee. Kaffee (Robusta, geröstet) hat einen Koffeingehalt von ca. 115 mg pro großer Tasse. Im Gegensatz dazu hat Matcha 272 mg Koffein pro Tasse. Beide enthalten Koffein und machen auf Kurz oder Lang wach. Die Art und Weise, wie es der Matcha-Tee macht, ist jedoch schonender und nachhaltiger für unseren Körper. Außerdem unterstützt dieser unsere körpereigenen Abwehrkräfte. Dieser Punkt geht an Matcha.

Kaffee macht nervös
Darüber hinaus tritt bei manchen Menschen auch eine gewisse Nervosität ein, wenn zu viel Kaffee konsumiert wird. Erhöhter Puls und Kopfweh können auch auftreten. Dieser Nervositätsfaktor tritt auch wieder bei Matcha nicht ein. Der grüne Wundertrank brilliert mit Konzentrations- und Leistungserhöhung. Da beide lang- oder kurzfristig gesehen wach machen, vergeben wir an beide einen Punkt.

Geschmack
Des Weiteren, spielt der Faktor Geschmack eine große Rolle. Kaffee ist mit seiner Aromenvielfalt kaum zu überbieten. Mit den unterschiedlichen Röstungsgraden und Sorten kann der das Grünteepulver, auch wenn wir Matcha-Fans sind, ehrlicherweise nicht mithalten. Der Geschmack kann aber durch Zuagabe von (Reis-, Mandel-, Hafer- oder Soja-)Milch und Reissirup oder Agavendicksaft gestaltet werden. Da Geschmack aber sehr subjektiv ist, vergeben wir an beide Mitstreiter einen Punkt. Es steht 3:2, es bleibt spannend!

Gesundheit
Kaffee enthält zwar auch wichtige Antioxidantien und regt die Verdauung an, jedoch bietet Matcha viel mehr gesundheitliche Vorteile wie die Vorbeugung von Diabetes und Krebs und die Stärkung des Immunsystems. Er wirkt antibakteriell und verhindert Mundgeruch im Vergleich zu Kaffee und enthält viele Vitamine und antioxidative Stoffe. 4:2 für unseren Matcha!

Weitere Vorteile

  • Erhöht die Konzentrations- und Leistungsfähigkeit
  • Er wirkt als natürlicher Booster für den Sport
  • Hilft gegen Muskelkater
  • Hilft beim gesunden Abnehmen
  • Regt den Stoffwechsel an
  • Fördert eine gesunde Darmflora
  • Kann auch zum Backen, für Cocktails, Smoothies und für diverse Desserts verwendet werden

Fazit

Zugegeben das grüne Wundergetränk stellt den Kaffee mit seinen gesundheitlichen Vorteilen und der langanhaltenden Wirkung schon in den Schatten. Mit 4:2 haben wir zwar einen klaren Sieger, aber es ist natürlich trotzdem schwierig aus der Gewohnheit auszubrechen, da die Zubereitung etwas aufwändiger als sich bei der Maschine einen Kaffee runterzulassen. Und vielleicht, könnt ihr beim nächsten Mal aus der Gewohnheit ausbrechen und probiert eine Tasse Matcha statt der Tasse Kaffee.

P.S.: Unsere Matcha Empfehlung lassen wir euch auch noch hier. 😉
Wir freuen uns auf Kommentare von euch. Wenn ihr noch mehr über den Zusammenhang von Ernährung und Produktivität erfahren möchtet, schaut gerne in unserer Rubrik „Ernährung“ vorbei.